Rassebeschreibung des Gotlandschafes

Das Gotlandschaf hat seinen Ursprung im gotländischen Freiweideschaf (Utegangsfar gehörnt und ungehörnt). Durch Auslese der Größe und Pelzqualität hat sich das Gotlandschaf zu einer erfolgreichen Rasse in Hinsicht auf die Erzeugung von Fleisch und Pelzfellen entwickelt. Durch seine Beweglichkeit und die Fähigkeit unterschiedliche Weidegründe zu nutzen, ist das Gotlandschaf für die Landschaftspflege im Norden sehr geeignet.

Von Gotland aus, wo diese die dominierende Rasse ist, hat sich das Gotlandschaf über das gesamte Festland verbreitet.

Die ausgewachsenen Tiere sind grau mit schwarzem Kopf und schwarzen Beinen. Weiße Zeichnungen kommen nur manchmal an Kopf und Beinen vor.

Große weiße Zeichnungen gelten als nicht erwünscht. Der Schwanz ist kurz und an der Spitze ohne Wolle. Die Beine sind grazil und der Kopf ist fein geformt. Sowohl Böcke als auch Zicken sind hornlos. Die Zicken wiegen zwischen 60 bis 70 Kilogramm, die Böcke zwischen 80 und 100 Kilogramm, aber es können auch große Unterschiede vorkommen.
Sie sind temperamentvoll, ohne deshalb scheu zu sein und leicht zu
zähmen.

Beim Weidegang verteilen sich die Gotlandschafe mehr im Gelände als andere Rassen. Sie besitzen aber einen ausgesprochenen Herdentrieb und arbeiten gut mit Hütehunden zusammen.

Die Brunst der Gotlandschafe ist  im Herbst, die Lämmer werden im Frühling geboren. Die Zicken lammen leicht, besitzen gute Muttereigenschaften und sind sehr fruchtbar. Im Alter von 2 Jahren gebären sie in der Regel zwei Lämmer, doch sind auch Drillingsgeburten nicht ungewöhnlich.

Die Lämmer werden schwarz geboren, verfärben sich aber während des Sommers in verschiedene Grautönungen.

Zur absoluten Besonderheit gehört die lockige und glänzende Wolle.

Bei den Lämmern ist die Wolle im Alter von 4 bis 5 Monaten voll entwickelt und sie haben dann ein schönes und verwertbares Fell. Die Felle werden in verschiedenen Haarlängen zubereitet und in erster Linie in Konfektion und Handwerk verwendet.

Damit die Lämmer bis zum Herbst schlachtreif werden, wird die Weide während der letzten Aufzuchtsmonate oft mit Futterpflanzen oder anderem Zusatzfutter ergänzt. Das Fleisch der Gotlandlämmer besitzt eine hohe Qualität. Es ist zart und schmackhaft und hebt sich bei Geschmacksproben vom Fleisch anderer Rassen vorteilhaft ab.

Wegen der guten Muttereigenschaften, der hohen Fruchtbarkeit und des geringen Pflegebedarfs ist das Gotlandschaf als Mutterrasse in Kreuzungsprogrammen sehr geschätzt.

Die besten Zicken sollten jedoch zur Fortsetzung der Zucht innerhalb der Rasse verwendet werden, Zicken mit schlechteren Pelzeigenschaften dagegen zur Zucht mit Böcken ausgesprochener Fleischrassen.

 Rassevereinigung Gotlandschafe, Schafkontrollgruppe, April-99.Übersetzung Richard Rose

Zum Beispiel mit einem Dorperbock der Winterhaarwechsel vererbt.

Bock Othello aus der Zucht von Wolfgang Bokämper

 Quelle: www.dorper-schaf.de

Ein Weg zum Pflegeleichtschaf.